Buntenbrock: Bärenbrucher Teich (HWN137) – Huttaler Widerwaage (HWN128) – Schmidts-Denkmal (HWN145) – Braunseck (HWN138)

Nachdem letztens meine Mitwanderer noch ausgefallen waren, sind sie nun wieder fit für die nächste Tour. Heute wird die seinerzeit ausgefallenen Runde nachgeholt. Dafür müssen wir allerdings etwas weiter fahren. Es geht in das beschauliche Buntenbrock südlich von Claustal-Zellerfeld.

Wir stellen das Auto auf einem kleinen Parkplatz ab und schultern die Rucksäcke. Gute 15 Kilometer liegen laut Plan vor uns.

Unser erstes Ziel ist der Bärenbrucher Teich. Aus dem Ort heraus laufen wir quer über eine kleine Wiese. Als wir zurückblicken sehen wir am anderen Ende der Wiese ein paar Kühe stehe. OK, vielleicht hätten wir doch den Weg außen herum nehmen sollen.

Der Weg an den Teichen entlang ist wunderschön. Bisher sind uns keine anderen Wanderer begegnet, noch sind wir hier ganz allein unterwegs.

Nach knapp 1,7 Kilometern erreichen wir die erste Stempelstelle des Tages, Bärenbrucher Teich (HWN137). Ohne große Pause gehts direkt weiter, wir haben ja noch eine gute Wegstrecke vor uns.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel kommen wir an einem weiteren See vorbei. Danach gehts auf schmalen Wegen weiter. Parallel zu den Wegen befinden sich häufig Wassergräben.

Die Gräben sind Teil des Oberharzer Wasserregals. Ab dem Mittelalter wurden über die Gräben Wasser zu den einzelnen Teichen umgeleitet. Mit dem Wasser wurden große Wasserräder angetrieben, die in den Bergwerken eingesetzt wurden.

So erreichen wir nach 5 Kilometern die zweite Stempelstelle, die Huttaler Widerwaage (HWN128). Hier machen wir eine kurze Pause. Unsere Verpflegungspakete wollen wir nicht länger im Rucksack mit uns herumschleppen.

Gut gestärkt laufen wir weiter. Ein drittel der Runde ist geschafft. Schmale Pfade führen uns durch eine schöne Landschaft. Überall ist es grün. Anders als am Brocken stehen hier nur wenige tote Bäume in der Landschaft.

Der Weg verläuft fast nur auf einer Höhe. Es geht kaum hoch oder runter. So erreichen wir schließlich das Schmidts-Denkmal (HWN145) und können den dritten Stempel des Tages ins Stempelheft drücken.

Das Denkmal erinnert an den königlichen Feldjäger August Schmidt, welcher am 2. Juni 1849 von zwei Wilddieben überfallen und hinterrücks mit einer Axt niedergeschlagen wurde. Schwer verletzt schleppte sich Schmidt nach Kammschlacken, wo er acht Tage später seinen Verletzungen erlag.

Von nun an gehts bergab mit uns. Der weitere Weg führt uns rund 200 Höhenmeter tiefer. Auf einem breiten Forstweg laufen wir dem niedrigsten Punkt unserer Tour entgegen. Ab und zu kommen uns ein paar Mountainbiker entgegen. Wir haben glatt unseren Abzweig zur nächsten Stempelstelle verpasst. Also müssen wir ein paar Meter zurücklaufen.

Nun gehts wieder bergauf. Der Weg ist kaum noch als solcher zu erkennen. Langsam wächst er immer mehr zu. Überall liegt Totholz herum. Doch irgendwann ist es geschafft. Auf einem breiten Forstweg laufen wir der letzten Stempelstelle, Braunseck (HWN138) entgegen. Danach sind es noch gut 3 Kilometer zurück nach Buntenbrock.

Nachdem wir wieder am Auto angekommen sind, fahren wir zur Pixhaier Mühle. Hier gönnen wir uns ein spätes Mittagessen. Auf der Rückfahrt nach Magdeburg machen wir noch einen kurzen Halt und nehmen im vorbeigehen noch den fünften Stempel des Tages am Schaubergwerk Büchenberg (HWN037) mit.