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Larkya North Peak B.C.

Donnerstag, 09. November 2017

Ab 3 Uhr in der Nacht hören wir immer wieder Trekker, die sich auf den Weg zum Larke Pass machen. Bis fast 5 Uhr brechen immer wieder Gruppen auf. Wir können in den warmen Schlafsäcken liegen bleiben. Da wir heute noch nicht über den Pass und bis nach Bimthang absteigen wollen, haben wir jede Menge Zeit.

Für uns geht’s ins Basecamp des Larkya North Peak. Das Camp liegt knapp 200 Höhenmeter unterhalb des Larke Pass, aber immerhin auch schon auf fast 5.000 Metern Höhe.
Von Dharamsala ins Larkya North Peak B.C. Zum Vergrößern auf das Bild klicken!
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Gegen 6:30 Uhr klingelt dann auch für uns der Wecker. Wir packen unsere Sachen und gehen frühstücken.

8:30 Uhr brechen wir in Dharamsala auf. Hier oben gibt es nur einen Weg und zwar Richtung Larke Pass. Um diese Zeit sind wir allein unterwegs. Die meisten Trekker haben den Pass wahrscheinlich schon erreicht und befinden sich jetzt auf den Abstieg nach Bimthang.


Der schmale Pfad führt entlang einer riesigen Gletschermoräne. Linker Hand sehen wir die schneebedeckten Berge der Ausläufer des Manaslu-Massivs. Der Weg selbst ist schneefrei, das Geröll ist komplett festgefroren.

Wir kommen an einem Gletschersee vorbei. Auch dieser ist von einer geschlossenen Eisdecke überzogen.


Dorje ist zusammen mit unseren Trägern vorausgeeilt. Sie wollen unser Basecamp aufbauen. Die nächsten zwei Nächte geht’s ins Zelt. Hütten können wir hier oben nicht mehr erwarten, brauchen wir aber auch nicht.

Immer wieder suchen wir nach dem Zustieg zu unserem Basecamp. Rechter Hand können wir hinter Hügeln bereits den Gipfel des Larkya North Peak erkennen. 200 Meter unterhalb kommen wir an einem kleinen Teehaus vorbei. Der Betreiber meint, wir müssen noch weiter aufsteigen. Oliver geht den Weg erkunden.


Und so ist es auch! Wir finden den Abzweig. In der Ferne können wir schon unsere Zelte sehen. Dorje und die Träger erwarten uns bereits. Dieser Platz auf fast 5.000 Metern Höhe wird für die nächsten 2 Nächte unser zu Hause sein.

Unsere Träger verlassen uns. Sie steigen wieder nach Dharamsala ab. Die nächsten 2 Tage haben sie frei. Da brauchen sie nicht hier oben in der Kälte ausharren. Weiter unten ist es dann doch etwas angenehmer für sie.

Auf dem Weg zum Basecamp habe ich für mich schon entschieden nicht mit auf den Gipfel zu gehen. Deshalb spare ich mir auch die gleich folgende Erkundungstour am Berg. Oliver, Dorje und die anderen gehen den Einstieg und die ersten Meter am Berg erkunden. Das macht es in der Gipfelnacht einfacher.


In der Zwischenzeit schmilzt Indra Schnee, kocht Wasser und bereitet eine Nudelsuppe zum Mittagessen vor. Die Erkundungstour dauert länger als geplant. Werner und Jürgen sind bereits etwas früher umgekehrt und kommen vor den anderen zurück. Der Einstieg zum Berg befindet sich fast in Höhe des Teehauses.

Nachdem alle zurück sind gibt’s Nudelsuppe zur Stärkung. Danach bereiten die Gipfelaspiranten ihre Sachen für den Aufstieg vor. So geht’s in der Nacht zum Start schneller. Es wäre fatal, die Sachen erst in der Nacht bei Dunkelheit und Kälte zusammenzusuchen.

Schon bald fängt es zu schneien und graupeln an. Oliver, David und ich haben uns zu Dorje und Indra ins Zelt gesellt. Gemeinsam trinken wir einen Kaffee und essen ein paar Kekse. Danach ziehen wir uns in unsere Zelte zurück. Unsere Gipfelstürmer müssen sich noch ein bisschen ausruhen. Die Nacht wird kurz und der Gipfelaufstieg lang und anstrengend.


Draußen schneit und graupelt es immer weiter. Er prasselt auf der Zeltplane. Ich vertreibe mir die Zeit mit Lesen. Die Bücher von Reinhold Messner gehen gerade im Himalaya immer.

Gegen. 17:30 Uhr kommt Dorje mit heißem Wasser an den Zelten vorbei. Ab jetzt gibt’s nur noch Astronautennahrung aus der Tüte. Bei mir gibt’s Nudeln Bolognese. Etwas heißes Wasser in die Tüte gekippt. Umrühren und 10 Minuten warten. Dann ist das 5-Sterne-Menü fertig.


Danach ist nicht mehr viel mit Lesen. Es wird immer kälter im Zelt. Ich verkrieche mich tiefer in meinen Schlafsack.

Es wird eine unruhige Nacht. Richtig gut schlafen kann ich dieses mal nicht. Immer wieder liege ich wach. Gegen 2 Uhr höre ich wie die anderen sich für den Gipfelaufstieg vorbereiten. Sie essen kurz noch etwas und dann geht’s los. Danach ist es wieder ruhig im Camp.