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Ohne El Toco ins Valle de la Muerte

Dienstag, 21. Mai 2013

07:00 Uhr werden wir vom Hotel abgeholt. Aus den Erfahrungen der letzten Tage haben wir gelernt. Die Agentur will uns heute ein 4x4-Fahrzeug zur Verfügung stellen, damit wir nicht wieder im Schnee stecken bleiben. Irgendwann wollen wir doch auch mal eine Tour wie geplant durchführen.

Der Weg hinauf zum El Toco führt über die Passstraße nach Bolivien. Diese ist schon seit Tagen aufgrund der Wetterverhältnisse gesperrt. Die LKW türmen sich schon in San Pedro und warten darauf, dass sie endlich wieder fahren dürfen. Unsere Agentur hat sich laut deren Aussage eine Genehmigung der Polizei geholt, damit wir die Straße befahren dürfen. Wir wollen ja auch nicht über den Pass, sondern nur bis zum El Toco.

Der Toco ziert sich und versteckt sich unter einer dicken Wolkendecke. Schöne Aussichten!

Irgendwann biegen wir von der Passstraße ab. Jetzt geht es auf einer Schotterpiste weiter. Diese ist wieder komplett zugeschneit. Auf 4.400 m passiert es. Auf vereister Straße kommt unser Fahrzeug nicht mehr den Berg hinauf. Wie sich herausstellt, hat dieses nämlich auch keinen 4x4-Antrieb.


Ratlos stehen wir am Wegesrand. Was nun? Von hier die Besteigung zu starten wär viel zu weit. Noch liegen 1.200 Höhenmeter vor uns und dafür sind wir zu spät dran.

Wir entscheiden uns in Absprache mit dem einheimischen Guide, einen Versuch von der anderen Seite des Berges zu starten. Also wird das Fahrzeug gewendet, was auf glatter Straße auch schon nicht so einfach ist und dann geht’s zurück auf die Passstraße.

Auf dieser fahren wir zuerst weiter den Berg hinauf. Doch weiter oben ist die Straße, wie schon gesagt, halt gesperrt! Man lässt uns auch nicht durch. Somit die das Abenteuer El Toco Besteigung zu Ende, bevor es überhaupt begonnen hat.

Enttäuscht fahren wir zurück nach San Pedro. Der Regen am ersten Tag und der damit in höheren Lagen verbundene Schneefall haben unser Programm der ersten Woche gehörig durcheinander geworfen.

Auf der Rückfahrt werden wir kurz vor San Pedro auch noch von der Polizei kontrolliert. Schließlich kommen wir ja auch eine gesperrt Straße herunter gefahren. Wir sich herausstellt, hat die Agentur wohl offiziell doch keine Genehmigung gehabt die Straße zu befahren! Nach einigen Diskussionen dürfen wir schließlich weiterfahren. Unser Fahrer der Agentur darf sich seinen Führerschein aber später bei der Polizei wieder abholen.

Wir fahren erst mal zurück ins Hotel. Tobias will bei der Agentur vorbeischauen und das Problem mit dem Fahrer und der wohl fehlenden Genehmigung für die Straße besprechen.


Dann suchen wir uns ein Alternativprogramm für den Rest des Tages. Darin sind wir ja nun schon geübt und uns sollte das nicht schwer fallen.


Gegen Mittag fahren wir zu den Ruinen von Pukara de Quitor. Die historische Wohnanlage liegt außerhalb San Pedros und ist gut 700 Jahre alt. Wir besichtigen die Anlage und wandern hier noch bis zu einem Aussichtspunkt. Von hier oben haben wir einen schönen Blick über San Pedro, den Vulkan Licancabur und in Richtung El Toco, der sich noch immer in den Wolken versteckt. Langsam haben wir das Gefühl, den Berg gibt’s gar nicht. Man bekommt ihn überhaupt nicht zu sehen.


Hier läuft uns auch nochmal Luis, unser freundlicher Pickup-Fahrer von El Tatio mit seiner Familie über den Weg. Die Welt ist doch klein.

Danach bringt uns Jesus mit dem Bus bis zum Eingang des Valle de la Muerte (Tal des Todes). Hier unternehmen wir noch eine Wanderung durch das Tal und wollen anschließend auf der anderen Seite auf den Sonnenuntergang warten.

Das Valle de la Muerte ist ähnlich wie das Valle de la Luna. Allerdings sind hier nicht so viele Touristen unterwegs. Noch nicht!

Am Ende des Tals gibt es eine große
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Sanddüne. Hier kommen viele Touristen und auch Einheimische zum Sandboarding her. Mit Snowboards rutschen sie anstelle auf Schnee über den losen, feinen Sand den Berg hinunter.


Danach verlassen wir das Tal des Todes. Wir haben es überlebt. Braucht es jetzt einen neuen Namen?


An der Straße sehen wir schon Jesus mit dem Bus stehen. Doch wir wollen noch nicht zurück.

Auf der anderen Straßenseite haben wir einen schönen Blick über die gesamte Umgebung. Hier wollen wir den Sonnenuntergang abwarten.

Mit der Idee sind wir jedoch nicht allein. Immer mehr Menschen finden sich hier ein. Das Schattenspiel der zerklüfteten Landschaft und die leuchtend rotbraunen Farben sind zum Sonnenuntergang ziemlich beeindruckend.


So schnell wie die ganzen Menschen sich zum Sonnenuntergang eingefunden haben, so schnell sind danach auch alle wieder weg. Wir auch.

Nun geht’s zurück nach San Pedro. Der letzte Abend. Gemeinsam gehen wir zum Abschiedsessen von San Pedro. Die Taschen sind gepackt. Morgen fahren wir zum Pazifik nach Iquique.

 





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