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Akklimatisation auf 4.300 m Höhe

Dienstag, 23.09.2008

  Horombo Hütten (3.700 m) - Mawenzi Sattel (4.345 m) - Kibo Sattel (4.300 m) - Horombo Hütten (3.700 m)
ca. 11 km, Gehzeit 5 Stunden 45 Minuten

   Heute ist unser Akklimatisationstag. Das heißt, wir verbringen eine zweite Nacht auf den Horombo Hütten um uns besser an die Höhe zu gewöhnen. So ein zusätzlicher Tag steigert die Chance auf einen Gipfelerfolg erheblich.

Petra sieht das Ganze zurzeit wahrscheinlich aber etwas anders. Schon beim Aufstehen hat sie mit Übelkeit und Kopfschmerzen zu kämpfen. Beim Frühstück ist noch nicht ganz klar, ob sie überhaupt die Tageswanderung mitmachen kann. Aber sie kämpft und will unbedingt dabei sein, selbst wenn sie nach ein paar Metern umkehren müsste.

Blick auf den Kibo Gruppenfoto bei den Horombo Hütten

Da wir Zeit haben, lassen wir denjenigen, die heute zur Kibo Hütte aufbrechen, beim Frühstück den Vortritt. Deshalb ist unser Frühstück auch erst gegen 8:00 Uhr bereit.

Von den Hütten aus haben wir einen super Blick auf Kibo und Mawenzi. Mittlerweile sieht der Gipfel nicht mehr so weit entfernt aus. Auch steigt die Spannung so langsam bei uns an. Aussagen wie „Kannst Du dir vorstellen, in 3 Tagen stehen wir dort oben!”, fallen immer häufiger.

Mittlerweile befinden wir uns bereits komplett über den Wolken. Am Frühen Morgen schauen wir auf eine geschlossene Wolkenschicht unter uns. Der Anblick ist fast wie aus dem Flugzeug, bloß das wir festen Boden unter unseren Füßen haben.

Über den Wolken Über den Wolken

Gegen 9:00 Uhr machen wir uns auf den Weg. Petra geht es zwar noch nicht wirklich besser, dafür ist ihr Zustand aber auch nicht schlechter geworden und so begleitet sie uns.

Gleich nach dem Abmarsch teilt sich der Weg. Links geht es über die Lower Route und rechts über die Upper Route. Wir nehmen erneut den Weg über die Upper Route. Diese steigt am Anfang steiler an als die Lower Route.

Der Weg wird immer steiniger. Am Wegesrand stehen Lobelien, Senecien und Riesenkreuzkräuter.

Auf 4.150 m kommen wir am Zebrafelsen vorbei. Auf den schwarzen Steilwänden sind durch Kalkablagerungen große weiße Streifen entstanden. Daher hat der Felsen seinen Namen bekommen.

Bei den Zebra Rocks Blick über den Kibo-Sattel auf den Kibo

Der Weg wird immer steiler und gegen Mittag erreichen wir schließlich den Mawenzi Sattel. Hier machen wir eine kurze Pause. Petra entschließt sich, aufgrund ihres Gesundheitszustandes zu den Horombo Hütten zurückzukehren.

Wir wollen noch eine Weile auf der Höhe bleiben und gehen deshalb noch ca. eine halbe Stunde Richtung Kibo Sattel.

Dann machen auch wir uns auf den Rückweg zu den Horombo Hütten. Den Abstieg nutzten wir nochmals zum „Stöckertraining”. Trekkingstöcke sind hier zwar noch nicht unbedingt erforderlich, doch „Übung macht den Meister”. Später beim letzten Auf- und Abstieg vom Gipfel sollen sie uns gute Dienste leisten.

Gegen 14:30 Uhr kommen wir wieder auf der Hütte an. Jetzt gibt es erst einmal ein leichtes Mittagessen. Danach nutzen wir die Freizeit um unsere Füße im Bach direkt an unserer Hütte zu baden. Das kalte Gletscherwasser tut richtig gut.

Trekkingschuhe nach einer Wanderung

Danach packe ich die Sachen in meinem Packsack um. Mittlerweile herrscht dort drin ein regelrechtes Chaos. Also kippe ich ihn komplett aus und packe ihn neu. Die warmen Sachen für die nächsten Tage kommen jetzt oben in den Sack.

Am späten Nachmittag wollen wir uns das obligatorische Kilimanjaro-Bier gönnen. Oliver will diese wie auch gestern direkt beim Hüttenwart kaufen. Doch heute ist das nicht ganz so einfach. Der große Chef sei da! Der Verkauf von Bier auf den Hütten ist nicht offiziell und deshalb bekommen wir unser Bier auch nicht gleich. Der Hüttenwart muss es irgendwie am Chef vorbeischmuggeln. Er will uns später das Bier direkt an die Hütte bringen. Also warten wir und setzen uns auf die Treppenstufen.

Nach einer Weile kommt jemand ganz unauffällig an unserer Hütte vorbeigeschlendert. Er pfeift vor sich hin, bleibt vor unserer Hütte stehen und fragt: „Hut No. 41? 3 Kilimanjaro Beer?” Unsere einhellige Antwort: „Yes!”

Also zaubert er die Bierdosen aus seiner Jackentasche und übergibt sie uns. Danach verschwindet er wieder ebenso unauffällig wie er gekommen ist. Wir sehen uns an und können über die Situation nur lachen.

Gegen 19:00 Uhr gibt es wieder Abendessen und bald danach verschwinden wir in unseren Schlafsäcken. Morgen ist der Aufstieg zu letzten Hütte dran und danach beginnt in der Nacht der finale Gipfelaufstieg.

 








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