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Krakau – Altstadt & Sitz der Könige

Nach einem zeitigen Frühstück im Hotel brechen wir nach Krakau auf. Wir haben noch über 400 km vor uns. Am Nachmittag steht bereits die ersten Stadtführung auf dem Programm.

In Görlitz brauchen wir nur auf die A4 fahren. Nach ein paar Stunden und ein paar Mautstellen später erreichen wir Krakau. Gegen 13 Uhr checken wir in unserem Hotel Grand Ascot ein. Jetzt schnell auf die Zimmer, etwas frisch machen und kurz ausruhen.

Um 14:30 Uhr erwartet uns bereits unsere Stadtführerin zur ersten Tour durch Krakau.


Wenige Gehminuten vom Hotel befindet sich der Hauptmarkt „Rynek Glowny“ von Krakau. Er ist unser erstes Ziel. Hier überragt die Marienkirche aus dem 13. Jahrhundert alle anderen Gebäude. Im Nordturm befindet sich eine Türmerstube, aus der zu jeder vollen Stunde der Türmer das Krakauer Trompetensignal „Hejnał“ in alle vier Himmelsrichtungen ertönen lässt.


Das wohl wichtigste Kunstwerk in der Kirche ist der 13 Meter hohe Altar von Veit Stoß. Die Figuren im Altar sind ca. 2,7 Meter groß. Er entstand in den Jahren 1477–1489 und ist der größte Altar dieser Art in Europa. Leider konnten wir ihn nicht in voller Pracht bestaunen, da er gerade restauriert wird.


In der Mitte des Hauptmarktes befinden sich die Krakauer Tuchhallen. Diese wurden im Mittelalter auf Geheiß des Königs errichtet. Hier wurde Handel mit allerlei Gewebe und Leinen betrieben. Im Laufe der Jahrhunderte mussten die Hallen aufgrund Zerstörung durch Feuer immer wieder auf- und umgebaut werden.


Auch heute befinden sich die verschiedensten Geschäfte in den Hallen.

Einige Meter unterhalb des Marktplatzes und der Tuchhallen befindet sich ein unterirdisches Museum. Anfang des Jahrtausends fanden auf dem Marktplatz archäologische Grabungen statt. Dabei wurden Fundamente und Mauern von ehemaligen Bebauungen, Straßen und archäologische Fundgegenstände aus dem 12./13. Jahrhundert freigelegt.


Nach Abschluss der Untersuchungen und Forschungen wurden die Stätten nicht einfach wieder zugeschüttet. Vielmehr wurden die Ausgrabungen überdacht und anschließend der Marktplatz darüber wiederhergestellt. So befindet sich heute verborgen unter der Erde ein wundervolles Museum. Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Reiseführerin, die uns den Tipp für das Museum gegeben hat. Am letzten Tage unseres Kurzurlaubes sind wir hinabgestiegen und haben uns das Museum angesehen. Bereut haben wir es auf keinen Fall.


Wir verlassen den Hauptmarkt und laufen weiter durch die schönen Gassen von Krakau. Dabei kommen wir auch an verschiedenen Gebäuden der Krakauer Universität vorbei. Krakau hat nach Prag die zweitälteste mitteleuropäische Universität. Hier studierte unter anderem Ende des 15. Jahrhunderts der Astronom Nikolaus Kopernikus.


Doch jetzt zieht es uns zum Wawel, einem Hügel der sich am Ufer der Weichsel erhebt.

Auf dem Wawel befindet sich der ehemalige Sitz der polnischen Könige. Von 1040 regierten sie von hier das Königreich Polen. Bis 1596 war Krakau die Hauptstadt Polens. Heute ist Krakau mit fast 800.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Polens.


Weiterhin steht hier oben die Krakauer Kathedrale. Offiziell ist die Bezeichnung die „Königlich Basilika und Erzkathedrale der Heiligen Stanislaus und Wenzeslaus am Wawelhügel“. Bei den meisten ist sie als „Wawel-Kathedrale“ bekannt.


In ihrer tausendjährigen Geschichte diente die Kathedrale als Ort der Krönung und Eheschließungen der polnischen Monarchen. Nach ihrem Tod wurden die meisten Könige Polens und deren Familien sowie der Bischöfe und Erzbischöfe Krakaus, einiger nationaler Helden und berühmtester Künstler Polens hier bestattet.


Nach der Besichtigung des Wawel ist unsere Stadtführung für heute beendet. Wir laufen ein Stück an der Weichsel entlang. Anschließend geht es zurück Richtung Hauptmarkt. Dort haben wir heute Vormittag schon die verschiedensten Restaurants entdeckt. Jetzt sind wir hungrig und freuen uns auf ein leckeres Abendessen.