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Larkya North Peak

Freitag, 10. November 2017

Nachdem die Truppe losgegangen ist, kann ich weiterhin nicht richtig schlafen. Ich glaube, es war eine gute Entscheidung nicht mitzugehen. Nach der schlaflosen Nacht wäre ich wahrscheinlich nicht weit gekommen.

Über die Nacht hinweg ist es immer kälter in Zelt geworden. Um 6 Uhr messe ich minus 10 Grad im Zelt. Die Zeltplanen sind von innen überfroren. Die Eiskristalle glitzern im Licht der Stirnlampe.
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Kurze Zeit später geht die Sonne auf. Diese wärmt das Zelt schnell spürbar auf. Gegen 7:30 Uhr habe ich sogar schon wieder leichte Plusgrade im Zelt.


Dann höre ich Stimmen im Camp. Habe ich Halluzinationen? Nein. Werner ist zurück. Ich krieche aus meinem Zelt. Da steht Werner im Camp. Er und Jürgen sind umgekehrt. Jürgen muss auch gleich zurück sein. Sie sind beim Aufstieg nicht wirklich warm geworden, so dass sie aus Angst vor Erfrierungen umgekehrt sind.


In der Sonne tauen die Zelte langsam wieder auf. Mit der Wärme kommt Leben ins Camp. Wir legen die Schlafsäcke zum trocknen in die Sonne. Mit dem Fernglas können wir die anderen beim Aufstieg beobachten. Sie queren gerade einen Geröllhang. Der Gipfel ist noch immer weit weg. Sie sind jetzt schon 5 Stunden unterwegs. Weitere 2 Stunden werden sie bestimmt noch bis zum Gipfel brauchen.


Gegen 9:45 Uhr können wir mit dem Fernglas Bewegung am Gipfel ausmachen. Es ist geschafft. Sie sind oben. Wir freuen uns mit den erfolgreichen Gipfelstürmern. Doch das war nur der halbe Weg. Jetzt müssen sie gesund und heile wieder runterkommen.


Wir können nur warten. Indra, der mit uns im Camp wartet, hat Schnee geschmolzen und Wasser heiß gemacht. Wir gönnen uns einen Jäger-Nudel-Topf aus der Tüte und beobachten den Abstieg der Gruppe. Es wird noch dauern bis alle im Camp zurück sind. Wir vertreiben uns die Zeit mit allerlei Unfug.


Gegen 14 Uhr kommt Dorje als erstes im Camp an. Kurz danach folgen Oliver, Uta, David und Gottfried. Geschafft kommen alle im Camp an. Gottfried hat zwischendurch auch stoppen müssen und mehrere Stunden am Berg auf die Rückkehr der anderen gewartet. Das konnten wir durch unser Fernglas nicht erkennen.

Gemeinsam berichten sie uns, dass der Aufstieg die meiste Zeit über Geröllfelder ging und somit furchtbar anstrengend war. Es gab wenig Schnee. Steigeisen, Pickel und der Rest der Bergausrüstung haben sie somit überhaupt nicht gebraucht. Jetzt sind alle fix und fertig.


Indra kocht für alle Kaffee. Werner hat Schokolade dabei. In der wärmenden Nachmittagssonne relaxen wir alle vor den Zelten. Danach heißt es Sachen packen. Morgen früh gegen 7 Uhr wollen die Träger im Camp sein. Danach geht es über den Larke Pass.

Gegen 15:30 Uhr verschwindet die Sonne hinter den Bergen. Sofort wird es wieder merklich kälter. Schnell ziehen wir uns in die Zelte zurück. Wir sind wieder zum Nichtstun oder Lesen verdonnert.


Später kommt Dorje mit heißem Wasser fürs Essen. Chili Con Carne aus der Tüte! Lecker! Danach lese ich noch ein bisschen, höre Musik. Sobald es zu kalt wird verkrieche ich mich im Schlafsack. 19:30 Uhr ist Nachtruhe.