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Samageon - Samdo

Sonntag, 05. November 2017

Nach den anstrengenden Touren der letzten Tage dürfen wir heute mal so richtig ausschlafen. Deshalb klingelt der Wecker erst 30 Minuten später. Das ist ja Urlaub pur!

Unser nächstes Etappenziel ist nicht einmal 10 Kilometer entfernt. Aufgrund der kurzen Etappe lassen wir uns viel Zeit. Erst einmal wird ausgiebig gefrühstückt. Pancakes, Porridge, gekochte Eier – alles was das Herz begehrt.
Von Samageon nach Samdo Zum Vergrößern auf das Bild klicken!
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Gegen 8:45 Uhr entschließen wir uns dann doch endlich mal aufzubrechen. Langsam schlendern wir durch Samageon. Unser erstes Ziel ist das Kloster oberhalb der Ortschaft. Hier findet heute Morgen aufgrund des Vollmondes eine Puja statt. Die Zeremonie wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.


Im Kloster angekommen können wir schon die typischen Geräusche eine buddhistischen Puja-Zeremonie hören. Die Trompeten, Trommeln und Glocken sind schon von weitem zu hören.

Wir dürfen in die Versammlungshalle rein. Also schnell raus aus den Schuhen und leise in der Halle platznehmen. Gespannt beobachten wir die Szenerie. Andächtig praktizieren die Mönche ihre Rituale und lesen ihre Gebete.


Doch irgendwann müssen wir los. Es hilft ja nichts. Wir lassen die Mönche in ihrem Kloster wieder allein und laufen weiter nach Samdo.

Unser Weg führt uns über Yak-Weiden. Überall stehen die stattlichen Tiere. Immer wieder schweift unser Blick hinüber zum Manaslu. So groß und nah werden wir ihn auf unserer Tour nicht mehr zu Gesicht bekommen.


Wir kommen an einer sehr großen Mani-Wall vorbei. Diese ist weit über 100 Meter lang. Alle Steinplatten sind mit eingravierten Gebeten versehen. Hier sitzt eine Gruppe vor Frauen. Diese haben große Körbe mit Brennholz dabei. Von der schweren Last können sie sich hier etwas ausruhen.

Der Weg führt durch ein breites Tal. Gleichmäßig aber sanft geht es bergauf. In der Ferne können wir auf einer Anhöhe bereits Samdo sehen. Die meisten Höhenmeter machen wir auf den letzten Metern des Weges.


Zur Mittagszeit steigen wir hinauf nach Samdo. An den ersten Lodges im Ort laufen wir vorbei. Da hier wieder alle Trekker auf dem Weg zum Pass Halt machen, ist es gar nicht so einfach eine freie Lodge zu bekommen. Die großes Lodges sind alle voll.

Indra hat uns in der Tibetian Lodge einquartiert. Allein durch unsere kleine Gruppe ist die Lodge ausgebucht. Wir belegen alle Zimmer. Hier bleiben wir erneut drei Nächte. Da es uns allen gut geht, haben wir beschlossen unseren Reservetag für unvorhergesehenes bereits hier aufzubrauchen. Dafür haben wir aber auch eine besondere Tour vorgesehen. Dazu später mehr.

Unsere obligatorische Nudelsuppe zum Mittag bekommen wir direkt in unserer Lodge. Das ist mal was anderes. Nach dem Mittag müssen wir nicht mehr weiterlaufen.


Wir nutzen die Freizeit zum Check der Bergausrüstung. In ein paar Tagen soll es schließlich, wenn alles planmäßig läuft auf einer 6.000er gehen. Vor der Lodge in der wärmenden Mittagssonne kramen wir alle unsere Bergstiefel, Steigeisen und was wir sonst noch so dabeihaben heraus.

Den Rest des Nachmittags genießen wir die Sonne auf der „Terrasse“ unserer Lodge. Wir lassen einfach mal die Seele baumeln.


Doch sobald die Sonne weg ist wird es hier auf knapp 3.900 Metern Höhe empfindlich kalt. Wir ziehen uns in die Lodge zurück. Das hilft jedoch auch nicht viel. Der Aufenthaltsraum hat keinen Ofen. Also verlagern wir unsere Plätze kurzerhand in die Küche. Die Nepali selbst machen es ja auch nicht anders.

Eng zusammengedrängt sitzen wir um den Ofen. Dorje hat mal wieder die Herrschaft in der Küche übernommen und kocht für alle Dal Bhat. In der Nähe des wärmenden Holzofens lässt es sich gut aushalten. Da schmeckt auch noch das kalte Bier.


Nur zum Abendessen gehen wir kurz in den Gemeinschaftsraum. Wir müssen schnell essen, sonst wird hier noch das Dal Bhat kalt.

Danach geht’s nochmal zum Aufwärmen kurz zurück in die Küche. Wir genießen die letzte Wärme, bis das Feuer heruntergebrannt ist. Danach geht’s ganz schnell in die wärmenden Schlafsäcke.

Ab sofort werden die Nächte wieder wesentlich länger. In der Höhe und bei den kalten Temperaturen sehnt sich jeder nach dem warmen Schlafsack.