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Radtour nach Stockhult

Montag, 18. Juni 2012

Heute geht’s mit dem Fahrrad hinaus. Wir nennen unsere Gefährte einfach mal so. Mehr Rost als Gänge. Manche Fahrräder quietschen und klappern. Doch wir lassen uns nicht aufhalten. Nach ein paar Tritten in die Pedale haben wir Markaryd bereits hinter uns gelassen.

Der Wettergott meint es gut mit uns. Bei strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel radeln wir über kleine Straßen und
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Wege. Småland ist perfekt zum Radfahren geeignet. Nur ganz selten begegnen wir Autos.

Immer wieder kommen wir an vereinzelten Gehöften vorbei. Manchmal deuten auch bloß einzelne Briefkästen am Wegesrand daraufhin. Damit unsere kleine Radgruppe zusammenbleibt, legen wir zwischendurch regelmäßig kurze Pausen ein.


Cindy ist wieder voll in ihrem Element. Bis das optimale Foto geschossen ist dürfen Felix und ich auf einem Wegstück öfters hin und her fahren. Deshalb haben wir den Anschluss an die Gruppe verloren. Wie war das noch gleich? Wie heißt der Ort in dessen Richtung wir fahren sollen? Was hat Kay nochmal gesagt? Hat ihm jemand zugehört? Fragen über Fragen.


So passiert es, dass wir an einer Weggabelung uns fast für die falsche Richtung entscheiden. Der Ortsname auf dem Wegweiser kommt uns irgendwie bekannt vor, trotzdem sind wir uns nicht sicher, ob wir hier abbiegen müssen. Wir entscheiden uns lieber dafür geradeaus weiterzufahren. Unser Bauchgefühl sagt uns, dass wir sonst auf dem falschen Weg wären. Nur gut. Kurz danach kommen uns Patrick und Kay entgegen gefahren. Wir werden schon vermisst.


Weiter geht’s nach Stockhultsgarden Teebod, zu Deutsch: Teebude. Hier mitten im Wald leben Karin und Svend, ein dänisches Ehepaar. Sie betreiben die Teebude als eine Mischung aus Café, Teehaus und Imbiss.

Jetzt gibt’s nach 23 km erst mal Mittagessen. Wir sollen ja nicht verhungern. Es gibt Smörgas, Gemüse aus eigenem Anbau, Saft und natürlich jede Menge Tee.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause steht ein besonderes Highlight an. Svend möchte mit uns Bonbons herstellen. Da in seiner Küche nicht genug Platz ist, teilen wir unsere Gruppe auf. Während die ersten ihre Bonbons herstellen, gehen wir in der Umgebung ein bisschen wandern und erfahren so einiges über Trolle, schwedische Feiertage und deren Traditionen.


Dann wird getauscht. Wir sind dran unsere Bonbons herzustellen. Immer Zwei arbeiten zusammen. Zuerst müssen wir uns über Farbe und Geschmacksrichtung klar werden. Svend gibt uns die entsprechenden Aromastoffe. Eigentlich wollten Kay und ich eine Mischung aus Hering und Chili versuchen. Aber genau diese Aromastoffe sind Svend gerade ausgegangen. Schade.

Der notwendige Zucker wird abgewogen (Mein Gott, so viel!). Dieser anschließend erhitzt. Die flüssige Masse wird auf der Arbeitsfläche ausgebreitet, mit den Farb- und Aromastoffen versehen und solange gemischt, bis diese eine gleichmäßige Farbe annimmt.

Als die Masse soweit abgekühlt ist, dass wir sie mit den Händen anfassen können, formen wir lange schmale Streifen. Mit einer Schere bringen wir die Bonbons auf mundgerechte Größe.

Von unseren Versuchen, wie in Jurassic Park, schwedische Moskitos in die Bonbons einzuschließen, wollen wir hier lieber nicht reden.

Als wir fertig sind, ist es bereits gegen 17:00 Uhr. Draußen hat es angefangen zu regnen. Wir schwingen uns aufs Rad und machen uns schnurstracks auf den Rückweg.

Die 14 km legen wir deshalb auch ohne weitere Pausen zurück. Schon bald sind wir zurück in unserem Hotel. Das Wasser im Zuber dampft schon. Nass sind wir ja eh schon, also rein in den Pott.


 






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