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Schneeschuhwanderung in Österreich

Auf großen Sohlen durch das Pustertal

28.02.2010 - Ausflug zum Spielbichl

Eigentlich waren für heute nur Eingehtouren rund um das Hotel geplant. Doch wir gehen gleich in die Vollen.

Über Forstwege und später Waldwege führt uns die Route zum Spielbichl bis auf knapp über 2000 m.

Unterwegs machen wir uns mit der Technik des Schneeschuhgehens vertraut.
Route zum Spielbichl Zum Vergrößern auf das Bild klicken!
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Oliver zeigt uns ebenfalls wie die LVS-Ausrüstung verwendet wird. Zur LVS-Ausrüstung gehören ein "Pieps", mit dem man Verschüttete unter einer Lawine orten kann. Eine Lawinensonde sowie eine Schneeschaufel.

Zu Beginn geht das Laufen auch noch recht einfach. Hier gibt es bereits einen Pfad der in den Schnee getreten wurde. Doch später betreten wir "Neuland". In der letzten Zeit war hier niemand unterwegs, so dass es keinen Trampelpfad gibt und der Schnee noch sehr locker und teilweise recht tief ist. Diese Bedingungen machen den Weg nicht unbedingt leichter.

Auf dem Weg zum Spielbichl Kurz vor dem Abbruch

Am letzten Aufstieg zum Gipfel des Spielbichel wird es immer schwieriger. Trotz Schneeschuhen versinken wir teilweise bis zur Hüfte im Schnee. Ich kommischer weise immer tiefer, als die Anderen aus der Gruppe. Woran liegt das nur?

Irgendwann breche ich den Aufstieg ab. Kurz nach mir machen auch die Anderen Schluß. Es hat keinen Sinn. Der Schnee ist zu locker und zu tief. Wir wollen auch nicht bereits am ersten Tag des Urlaubes alle Kräfte aufbrauchen. Also verzichten wir auf den Gipfel. Viel gesehen hätten wir eh nicht, da es doch recht bewölkt ist.

Wir machen lieber noch eine Lawinenübung. Dazu vergräbt Oliver einen Pieps im Schnee. Wir sollen mit den anderen Geräten den "Verschütteten" orten, dann mit der Sonde unter den Schnee finden und schließlich ausgraben. Die Aktion gelingt, wir finden den Pieps und können das Gerät ausgraben. Es hat die Lawine "überlebt". In Wirklichkeit waren wir höchstwahrscheinlich aber noch viel zu langsam und ein Mensch hätte die Zeit unter dem Schnee nicht überstanden.

Allerdings war es ja auch unsere erste Suchaktion und dabei ging es mehr um die Handhabung der Geräte als um Schnelligkeit.

Danach steigen wir wieder zu unserem Hotel ab. Auf dem Rückweg unternehmen wir noch einen weiteren Versuch. Oliver geht ein Stück voraus und vergräbt nochmal einen Pieps. Diesesmal sind wir auch schon ein bisschen schneller.

Zurück im Hotel wartet auch bereits bald ein lecker Abendessen mit mehreren Gängen auf uns.

01.03.2010 - Thurntaler

Geburtstag! Andere begehen diesen Tag eher ruhig. Ich hab mich dazu entschieden mit Schneeschuhen in den Alpen rumzulaufen.
Na gut, ich wollte es ja so.

Mit dem Skibus fahren wir nach Sillian.

Am Skigebiet geht es mit der Seilbahn hinauf zu den Abfahrtspisten. Heute ist das Wetter super. Blauer Himmel bis zum Horizont.
Route am Thurntaler Zum Vergrößern auf das Bild klicken!
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Oben angekommen legen wir die Schneeschuhe an und starten unsere heutige Tour. Eigentlich wollten wir etwas unterhalb des Gipelkamm laufen, doch nach kurzer Zeit entscheidet Oliver, dass hier am Hang die Lawinengefahr zu groß ist. Wir kehren um und wandern dann direkt am Rand eine Abfahrtspiste bis hinauf zum Gipfelkamm.

So geht es direkt vom Thurntaler über den Astattsattel bis hinüber zur Hochrast. Die Schneeverhältnisse sind die meiste Zeit sehr gut. Wir sinken kaum ein.

An der Skipiste Blick auf den Nachbarkamm

Der Blick über die Alpen ist fantastisch. Auf der anderen Talseite können wir auch den Höhenweg sehen, welchen wir morgen nehmen werden. Wir sind hier oben völlig allein unterwegs. Nur an der Abfahrtspisten sind uns noch Skifahrer begegnet. Doch jetzt auf der Schneeschuhstrecke sehen wir keinen Menschen.

An der Hochrast auf 2436 m liegt auch die Grenze zu Italien. Doch heute gibt es keinen Grenzübergang mehr. Wir gehen langsam zurück zu unserem Ausgangspunkt. Dabei nehmen wir über weite Strecken den gleichen Weg.

Auf dem Weg zur Hochrast Auf dem Weg zur Hochrast

Unterwegs machen wir nochmal eine Pause. Oliver verschwindet kurz. Nachdem er wieder da ist, verkündet er, dass mal wieder eine Lawine abgegangen ist. Seine Tupperdose samt eingeschlossenem Pieps wurde von der Lawine verschüttet. Also heißt es für uns wieder suchen.

Dieses mal sind unsere Mädels dran. Sie dürfen allein suchen. Mittlerweile haben wir auch schon etwas Übung darin und nach kurzer Zeit haben die Mädels unseren Verschütteten gefunden. In dieser Zeitspanne hat er auch recht gute Überlebenschancen.

Blick Zurück Es geht aufwärts

Danach laufen wir zurück. Nach kurzer Zeit kommen wir wieder bei den Abfahrtspisten an. Wir laufen an einer anderen Piste bis hinunter zur Seilbahnstation. Bevor wir uns jedoch an die Abfahrt machen, kehren wir zur Belohnung des Tages noch bei der Skihütte ein.

Gegen 16:00 Uhr nehmen wir die Seilbahn ins Tal. An der Station wartet bereits unser Skibus auf uns. Er bringt uns zurück ins Hotel nach Anras. Den Abend lassen wir gemütlich an der Bar ausklingen.

 








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