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Muktinath - Jomson

Dienstag, 20. November 2012

Wie schon gesagt wollen wir heute noch das Heiligtum von Muktinath besuchen. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg. Das Heiligtum ist ein Komplex mit gleichermaßen buddhistischen und hinduistischen Tempeln. Gläubige aus ganz Nepal und Indien pilgern regelmäßig hierher.

Der Hauptgrund warum viele Gläubige
hierher kommen ist die ewige Flamme. Im Hauptraum des Jwa-la-Mai-Tempels schimmert die vom aus dem Boden
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strömenden Erdgas gespeiste Flamme unter dem Altar.

Neben dem Vishnu-Tempel sind 108 Wasserspeier in Form von Kuhköpfen angebracht. Auch wenn die Temperaturen eisig sind, laufen die Pilger für ein reinigendes Bad unter diesen hindurch. Die Eiszapfen am Geländer zeugen von den aktuellen Temperaturen. Wir lassen das Bad somit lieber ausfallen.

Heiligtum von Muktinath 108 Kuhköpfe spucken Wasser

Danach geht’s zurück zur Lodge. Wir holen unsere Sachen und machen uns auf den Weg nach Jomson. Heute müssen wir durch das Kali Gandaki Tal. Das kann eine staubige und windige Angelegenheit werden.

Jharkot Anwohnerin von Jharkot

Kurz hinter Muktinath liegt eine der ältesten Ortschaften in diesem Tal. Jharkot wurde auf einen kleinen Hügel errichtet. Hier gibt es auch wieder eine alte Gompa, die wir kurz besichtigen wollen. Doch leider sind die Mönche gerade alle in Muktinath, so dass uns niemand öffnen kann. So sehen wir uns das Kloster nur von außen an.

Jharkot Blick über Muktinath Richtung Thorong La Pass

Hier auf der anderen Seite des Thorong La Pass herrscht ein ganz anderes Klima. Aufgrund der trockenen Luft ist die Landschaft sehr karg und ebenso trocken. Der Boden ist staubig. Wir steigen langsam Richtung Kali Gandaki Tal ab. Dieses Tal liegt zwischen den gerade einmal 30 Kilometer auseinander liegenden 8.000ern Dhaulagiri (8.167 m) und Annapurna I (8.091 m) und ist somit die tiefste Schlucht der Erde.

Hinein ins Kali Gandaki Tal Hinein ins Kali Gandaki Tal

Irgendwann meint Oliver, ab jetzt kann´s stürmisch und staubig werden. Wir sollen die Fotoapparate und uns selbst gut verpacken und dann gehen wir weiter. Und so ist es auch. Hinter der nächsten Kurve geht’s los.

Sturm im Kali Gandaki Tal Sturm im Kali Gandaki Tal

Ab hier bläst uns ein stürmischer Wind entgegen. Dieser bringt natürlich den ganzen feinen Staub aus dem Tal mit. Wir kämpfen dagegen an. Der Staub dringt in alle Ritzen und Öffnungen. In einem kleinen Restaurant machen wir zwischendurch noch Mittagspause. Hier gibt es Frühlingsrolle mit Pommes.

Sturm im Kali Gandaki Tal Sturm im Kali Gandaki Tal

Draußen am Kali Gandaki können wir mehrere Geier sehen. Diese scheinen irgendetwas zu fressen entdeckt zu haben. Es stellt sich als ein junges, verendetes Kalb heraus.

Nach der Mittagspause müssen wir uns noch ein paar Stunden weiter durch das Tal kämpfen. Doch auch irgendwann haben wir das geschafft. Jomson taucht auf. Und wieder sind wir fast 1.000 Höhenmeter abgestiegen. Jetzt befinden wir uns schon wieder auf 2.700 Meter Höhe.

Sturm im Kali Gandaki Tal

Wir müssen noch durch ganz Jomson laufen. Am anderen Ende der Ortschaft befindet sich unsere Lodge mit dem schicken Namen „Hotel Holiday Home“. Es ist tatsächlich das letzte Haus. Direkt gegenüber liegt der kleine Flugplatz von Jomson.

In der Lodge hat unser Zimmer als eines der wenigen sogar wieder ein eigenes Bad mit Dusche. Thomas und ich sind so nett und lassen den Mädels der Gruppe den Vortritt. Denn die Gemeinschaftsdusche der Lodge gibt ausschließlich kaltes Wasser von sich. Als ich dann an der Reihe bin, ist das Wasser schon nur noch lauwarm und Thomas hat nur noch kaltes Wasser. Naja, egal. War ja unsere Entscheidung. Morgen soll´s dafür eine Entschädigung geben.

 






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