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Tag der Entscheidung

Dienstag, 29. September 2015

Heute wechseln wir in unser letztes Basecamp auf dieser Tour. Was wir jetzt noch nicht wissen, es wird auch generell unser letztes Camp werden. Dazu später jedoch mehr.

Die Etappe ins Stok Kangri Basecamp ist mit 3 Kilometern Länge auch definitiv die kürzeste Etappe. Deshalb lassen wir es ganz langsam angehen. Den Morning Tea gibt’s heute um 7:00 Uhr.

Von Mankarmo ins Stok Kangri Basecamp Zum Vergrößern auf das Bild klicken!
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Mit dem Frühstück warten wir auch, bis die Sonne hinter den Bergen hervorkommt und für ein bisschen Wärme sorgt. Noch ist es uns einfach zu kalt draußen. Keiner will aus seinem Schlafsack herauskommen.

Gegen 09:40 Uhr haben wir es dann aber doch geschafft. Wir haben mittlerweile gefrühstückt, die Sachen zusammengepackt und die Zelte abgebaut.

Langsam setzen wir uns Richtung Basecamp in Bewegung. Vor uns ist schon eine größere Gruppe mit Jugendlichen losgelaufen. Doch schon recht bald überholen wir diese wieder. Viele von denen kommen mit der Höhe überhaupt nicht klar und sehen völlig fertig aus.

Auf zum Basecamp Einzigartige Kulisse

Auf dem Weg zum Camp kommen uns nach und nach auch einige aus der Gruppe entgegen, die letzte Nacht von Mankarmo aus den Gipfelversuch gestartet haben. Sie berichten uns, dass es in der Gipfelnacht eisig kalt war und alle aus der Gruppe vor dem Gipfel bereits umdrehen mussten. Sie sind nur froh, bald wieder zurück im Camp zu sein.

Gegen 11:30 Uhr kommen wir bereits im Basecamp auf 4.900 m Höhe an. Eigentlich liegt es noch ein paar Meter weiter oben, da dort jedoch bereits alles gefroren ist und wir somit nicht mehr an Wasser kommen, schlagen wir hier unser Camp auf.

Puderzucker auf den umliegenden Bergen

Unsere Ausrüstung ist noch nicht da. Auch die Mulis lassen es heute ruhig angehen. Da wir nicht faul rumsitzen wollen geht’s gleich noch weiter auf Erkundungstour. Oliver möchte die Aufstiegsroute erkunden.

Vom Camp aus können wir den Stok Kangri nicht sehen. Ein Hügel versperrt die Sicht. Diesen wollen wir noch erklimmen.

Unsere Erkundungstour wird fast so lang wie die gesamte Etappe ins Basecamp. Wir steigen noch bis auf einen Sattel auf 5.160 m auf. Hier können wir den Zustieg zum Stok Kangri und der Berg selbst gut sehen.

Für mich ist mittlerweile klar, dass ich morgen nicht mit zum Gipfel gehen werde. Seit meinen Erlebnissen und Problemen am letzten Pass schwirren mir zu viele Gedanken durch den Kopf und ich habe den Stok Kangri bereits innerlich abgehakt.

Der Blick nach Leh Oliver erklärt die Aufstiegsroute

Als ich Oliver meinen Entschluss mitteile ist er erst enttäuscht und versucht mich noch zu überreden. Denn somit habe ich ja definitiv keinen 6.000er auf der Tour gemacht. Aber mein Entschluss steht fest und ich kann im Augenblick auch ohne 6.000er gut leben, da die Tour bis hierher ja auch so super spannend und erlebnisreich war. Vielleicht hole ich mir meinen 6.000er ja noch irgendwann später.

Vom Sattel aus können wir erkennen, dass unsere Mulis mit der Ausrüstung im Camp angekommen sind. Deshalb steigen wir auch langsam wieder ab.

Im Camp ist Kanji schon dabei das Mittagessen vorzubereiten. Wir bauen schnell die Zelte auf und richten uns gemütlich ein.

Danach gibt’s Pommes, Sandwiches und Salat. Kanji, du bist unser Held.

Gut gestärkt bereitet sich der Rest der Gruppe auf den morgigen Aufstieg vor. Meine Bergausrüstung kann gleich in der Tasche bleiben. Somit habe ich für den Rest des Tages nichts weiter zu tun.

Tim nach 17 Tagen in der Wildnis Auf Bernhard hat sich verändert

Kurz nach 17:00 Uhr gibt es auch schon das Abendessen. Da Mitternacht bereits wieder Wecken angesagt ist, brauchen unsere Gipfelstürmer noch etwas Schlaf. Somit herrscht heute auch schon zeitig Ruhe im Camp.

Ich wünsche allen eine sichere und erfolgreiche Gipfeletappe und schon sind alle in ihren Zelten verschwunden.


 






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