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Die Seilbrücke am Zanskar

Freitag, 18. September 2015

Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen zusammen und bauen die Zelte ab. Die Ausrüstung wird jedoch nicht auf die Mulis verladen. Diese haben uns bereits gestern Abend verlassen.

Heute müssen wir über den Zanskar River. Die erst im Frühjahr errichtete Autobrücke haben die Fluten jedoch bereits im August wieder weggespült. Somit müssen wir mit der Seilbrücke über den Fluss. Darauf haben die Mulis jedoch überhaupt keine
Lust und wollen deshalb nicht mitkommen.

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Das Gepäck, die Ausrüstung und die neu angelieferten Lebensmittel werden mit dem Auto bis zur Seilbrücke gefahren. Auf der anderen Flussseite wird ein neuer Horsemen mit seinen Pferden die Ausrüstung für den Rest der Tour übernehmen.

Wir machen uns zu Fuß über die Straße auf den Weg zur Brücke. Eine knappe Stunde brauchen wir, dann taucht sie vor uns auf. Über den Zanskar River ist ein Stahlseil gespannt. Daran hängt ein Holzkorb. Mit diesem können sich immer maximal 2 Personen gleichzeitig über den Fluss ziehen. Unterhalb der Seilbrücke sehen wir die kläglichen Überreste der weggespülten Autobrücke am Flussrand liegen.

Zanskar River Guido wagt es als Erster

Guido wagt als erster das Abenteuer. Er steigt zusammen mit dem Guide einer anderen Gruppe in den Korb und überquert den Fluss. Danach folgen Oli und ich.

Als nächstes sind Daniela und Bernhard dran. Doch unsere Österreicher haben irgendetwas falsch verstanden. Pause ist eigentlich erst später angesagt. Sie hängen einfach so über dem Fluss eine ganze Weile rum. Das Zugseil hat sich zwischen Rolle und Stahlseil verklemmt, so dass es zwischenzeitlich weder vor noch zurückgeht. Vielleicht hätten beide nicht so viel mit ihrer Flagge herumwedeln sollen und sich mehr auf das Seil konzentrieren. Jigmet bereitet sich schon auf eine Rettung der beiden aus dem Fluss vor.

Spaß beiseite. Nach einer Weile mit rütteln und ziehen schaffen sie es schließlich, dass eingeklemmte Seil zu lösen und kommen dann doch noch sicher bei uns an.

Zum Schluss steigen Tim und Jigmet in den Korb und gleiten gekonnt zu uns herüber. So macht man das! Daniela und Bernhard, merkt Euch das! Damit sind letztendlich alle sicher angekommen.

Die Seilbrücke am Zanskar Weiter geht es zu Fuß

Wir sind im Markha Valley angekommen. Auf der Straße, die nun nicht wirklich mehr genutzt werden kann und auf Pfaden geht es tiefer in das Tal hinein. Nach einer Weile kommt uns unserer neuer Horsemen mit seinen Pferden entgegen. Er holt unsere Ausrüstung an der Seilbrücke ab. Heute Abend brauchen wir ja wieder unsere Zelte und die gesamte Verpflegung.

Wir kommen durch die Ortschaften Kaya und Skio. In Skio machen wir in einem kleinen Straßenrestaurant Mittagspause. Unsere Mulis haben uns noch nicht wieder eingeholt. Deshalb haben wir es auch nicht so eilig am Camp anzukommen.

Wir bestellen uns etwas zu trinken und essen die Lunchboxen leer. Im Markha Valley sind ein paar Touristen mehr unterwegs. Hier ist es nicht ganz so einsam wie die letzten Tage.

Im Markha Valley Vorbei an Dörfern

Ein Deutscher, der allein unterwegs ist, macht hier auch eine Pause. Die nächsten Tage wird er uns noch des Öfteren über den Weg laufen und uns sein Leid klagen. Sein Guide hätte ihn über den Tisch gezogen. Er hat kaum etwas zu essen! Und ähnliches!

Wir denken eher, dass er die Tour nicht richtig organisiert hat und unvollständig gebucht hat.

Bis zu unserem Camp ist es nicht mehr weit. Kurz hinter Skio liegt unser Ziel wieder direkt am Fluss. Wir brauchen nur noch gut 15 Minuten bis dorthin. Unsere Begleitmannschaft ist noch immer nicht da.

Wir vertreiben uns die Zeit mit Baden und Waschen am Fluss. Bernhard hat schon wieder Bier organisiert. In der Sonne lassen wir es uns gut gehen. Während die Sachen trocknen und wir etwas für unseren Flüssigkeitshaushalt tun, vergeht der Nachmittag wie im Flug.

Camp am Fluss Im Camp

Schon bald kommen unsere Mulis an. Schnell sind die Zelte aufgebaut. Kanji ist im Küchenzelt schon wieder dabei das Abendessen vorzubereiten.

Wir gehen nochmal die paar Meter zurück nach Skio und lassen dort noch ein paar Rupees im Restaurant, wo wir schon zur Mittagspause waren.

Bevor die Sonne untergeht sind wir zurück im Camp.


 






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