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Tsavo West & Amboseli Nationalpark

Sonntag, 12.08.2207

Heute heißt es wieder zeitig aufstehen. Wir haben einen längeren Weg vor uns. Als ich das Licht anmache, merke ich dass wir in der Nacht einen Gast im Bungalow hatten. Eine Fledermaus sucht den Weg nach Draußen.

Frühstück gibt es bereits um 5:30 Uhr. Um 6:30 Uhr ist Abfahrt. Heute wollen wir in den Amboseli-Nationalpark. Doch vorher geht es noch durch den Tsavo-West-Nationalpark.

Durch das Main-Gate fahren wir in den Park. Unser erstes Ziel sind die Mzima-Springs, ein Quellsee, der teilweise von Schmelzwasser des etwa 100 Kilometer entfernten Kilimanjaro gespeist wird. Um den See herum führt ein Wanderpfad.

Hier können wir Nilpferde in dem glasklaren Wasser beobachten. Faul wie immer liegen sie im Wasser herum. Ein Krokodil hält sich auch in deren Nähe auf.

Nilpferde an den Mzima-Springs

Ansonsten sehen wir auf der Fahrt durch den Park nicht sehr viele Tiere. Ab und zu ein paar vereinzelte Gazellen, Giraffen, Wasserbüffel und die verschiedensten Vögel in den Bäumen. Auch hier haben die Tiere sehr gute Versteckmöglichkeiten hinter den Dornenbüschen.

Zwischen dem Tsavo und Amboseli durchqueren wir noch einen Lavafluss. Hier hat sich vor ca. 100 Jahren die Lava in der Gegend ihren Weg gebahnt. Für diese Strecke benötigen wir eine bewaffnete Begleitung. Sonst dürfen wir hier nicht durch fahren. Früher hat es angeblich immer mal Übergriffe gegeben.

Gegen 14:00 Uhr kommen wir in der Amboseli Sopa Lodge an. Die Lodge liegt einige Kilometer außerhalb des Nationalparks. Wir gehen gleich zum Mittagessen. Anders als in den letzten Tagen handelt es sich hier um eine recht große Lodge. Entsprechend viele Gäste halten sich hier auf und sind somit auch beim Mittagessen.

15:15 Uhr geht es wieder los. Auf zum Gamedrive durch den Amboseli. Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Eingang zum Nationalpark.

Vom Park aus könnten wir bei guter Sicht auch den Kilimanjaro sehen. Leider tut uns das Wetter nicht den Gefallen. Der Berg versteckt sich hinter einer dichten Wolkenschicht. Gerade so können wir den Fuß des Berges erkennen.

Straußparade Tierherden im Amboseli

Der Nationalpark ist durch seine Sumpfgebiete gekennzeichnet. An diesen halten sich vorwiegend die Tiere auf. Deshalb kann man auf engstem Raum die verschiedensten Tiere beobachten. Elefanten sind hier eindeutig in der Überzahl. Auch sie stehen in den Sümpfen und fressen das frische Gras.

Dazwischen halten sich auch sehr viele Nilpferde auf. Diese sind hier natürlich in ihrem Element. Zebra- und Gnuherden streifen ebenfalls durch die Savannenebene.

Nilpferd im Amboseli

Wie muss der Anblick wohl sein, wenn der Kilimanjaro zu sehen ist? Die vielen Tiere vor so einer Kulisse kennt man sonst nur aus dem Fernsehen.

Das Highlight des heutigen Gamedrives erleben wir ziemlich zum Schluss. Plötzlich streifen 5 Geparden durch die Gegend. Sie scheinen auf Jagd gehen zu wollen. Doch die vielen Safarifahrzeuge, welche die Geparde verfolgen, lenken sie doch all zu sehr ab. Die eleganten Tiere so aus der Nähe zu beobachten ist schon unglaublich.

Geparden im Amboseli Sonnenuntergang im Amboseli

Wir machen uns langsam auf den Rückweg. Als wir den Park verlassen, geht die Sonne gerade unter. Also stoppen wir nochmal kurz. Ein Sonnenuntergang hinter den Akazien ist immer ein dankbares Fotomotiv.

Gegen 19:00 Uhr kommen wir wieder in der Lodge an. Hungrig gehen wir zum Abendessen. Danach statten wir der Hemingway-Bar einen Besuch ab. Von der Bar aus kann man eine beleuchtete Futterstelle einsehen.

Hier werden für die Tiere Fleisch und Knochen ausgelegt. Es dauert auch nicht lange und eine Hyäne taucht auf. In aller Ruhe holt sie sich ihren Anteil. Danach kommt noch eine Zibetkatze vorbei.

Müde vom heutigen Tag ziehen wir uns dann in unsere Bungalows zurück.


Montag, 13.08.2007

Heute verlassen wir wieder den Amboseli-Nationalpark. Jedoch nicht ohne vorher noch einen weiteren Gamedrive durchzuführen. Deshalb stehen wir wieder einmal zeitig auf. Nachdem wir gegen 6:30 Uhr frühstücken waren, fahren wir 7:30 Uhr aus der Lodge ab. Keine Minute zu spät.

Direkt nachdem wir im Park ankommen werden wir Zeugen einer Löwenjagd. Zuerst gehen die Löwen auf eine Herde Gnus los. Doch als sie merken, dass die Gnus zu weit weg sind, stürzen sie sich auf ein Warzenschwein.

Auf der Jagd Es ist geschehen

Von der Straße aus können wir das Schwein noch kurz quieken hören, doch ein paar Sekunden später ist bereits alles vorbei. Die Löwen und das Warzenschwein verschwinden in einer Staubwolke. Als sich der Staub wieder gelegt hat, ist es bereits geschehen. Die Löwen haben ihre Beute erlegt.

Die Löwen haben sich neben ihre Beute gelegt und genießen den Augenblick. Hier passiert vorläufig nichts mehr. Deshalb fahren wir weiter.

Kurze Zeit später treffen wir auf eine Horde Paviane. In der Gruppe herrscht etwas Hektik. Es sieht so aus, als ob die Weibchen sich um die Jungen streiten und versuchen, sich gegenseitig die Jungen wegzunehmen. Aus diesem Grund jagen sich die Paviane gegenseitig durch die Savanne.

Hektik bei den Pavianen Büffelherden im Amboseli

Leider ist es auch heute Morgen bewölkt. Deshalb können wir den Kilimanjaro wieder nicht sehen. Gott sei Dank haben wir den schneebedeckten Gipfel bereits auf unserem Flug von Nairobi nach Mombasa gesehen. Sonst wär der Keniaurlaub ganz ohne Kili-Sichtung vorbeigegangen.

An den Sumpfgebieten halten sich wieder die Elefantengruppen und Wasserbüffel auf. Die Nilpferde tummeln sich in den Wasserlöchern.

 






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